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Sommer-Ausstellungen © Planque

Die Sommerausstellungen

Zeitgenössische Kunst im Fokus

Wir alle lassen uns gerne von Kunstwerken inspirieren, die zum Träumen einladen. Ausgewählte Ausstellungen, die Sie nicht verpassen sollten. Auch die Ausstellungsorte an sich sind mitunter einen Abstecher wert. Folgen Sie unseren Reisetipps!

„Toucher Terre“ in der Villa Datris

Kunst zwischen den Mauern und im Garten

In L’Isle-sur-la Sorgue präsentiert die zeitgenössischen Skulpturen gewidmete Stiftung Villa Datris die Ausstellung „Toucher Terre“ und rückt damit speziell die Kunst der Gestaltung von Keramikskulpturen ins Rampenlicht. Ein originell gestaltetes Programm mit Konzerten, Führungen, Freiluftkino und vielem mehr führt uns ein in 135 Werke im Gebäude und im Garten der Villa. Malerisch am Ufer der Sorgue gelegen, bietet die Villa Datris 4 Themenbereiche an: Skulpturen zum Zeichnen, Lebendig, in Verwandlung, Fragil, Moderne und Politik.

Tipps

Besichtigungen

Führungen für Interessierte jeden Alters: Freitag, Samstag und Sonntag um 16 Uhr im Juli und August
Nachtführungen: 17. und 31. Juli – 14. und 28. August
Spielerische Besichtigungen: jeden Freitag von 11 Uhr bis 12 Uhr

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Amazônia, von Sebastião Salgado, im Papstpalast

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Tipps

Termine

Juni bis 30. November im Papstpalast
Führungen jeden Sonntag um 14:30 Uhr bis zum 26. September Dauer: 2,5 Std. –
Besucheranzahl auf 30 Personen beschränkt.

Fotografien und Klangdesign

Amazonia, die wunderschöne Ausstellung des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, kommt für den Sommer nach Avignon, begleitet von einem Klangdesign von Jean-Michel Jarre, das er aus Waldgeräuschen entwickelt hat.

Die rund 200 Fotografien und Großprojektionen finden im riesigen Gesteinsraum der Großen Kapelle des Papstpalastes einen würdigen Rahmen, der überragenden Bedeutung ihres zentralen Themas, des Amazonas-Regenwaldes, gerecht wird.
Der Fotograf wollte hier die unglaubliche natürliche Vielfalt und die Lebensweise seiner Bevölkerung festhalten. Seine langen Aufenthalte in ihren Dörfern ermöglichten es ihm, zehn ethnische Gruppen zu fotografieren. Vom Fluss oder aus der Luft aufgenommen, zeigen seine Bilder das Labyrinth der gewundenen Nebenflüsse, die den Fluss speisen, die Berge, den mit Wasser überfluteten Himmel und vor allem die extreme Zerbrechlichkeit dieses Ökosystems.

Matisse im Musée Angladon in Avignon

Dieses schöne Herrenhaus im Schatten des Kardinalspalastes von Ceccano XIV beherbergt die Sammlung des Modedesigners und Kunstliebhabers Jacques Doucet, einer zentralen Persönlichkeit der Goldenen Zwanziger Jahre, dessen Auge sofort die Bedeutung der großen Künstler seiner Zeit erfasste. Van Gogh, Manet, Monet, Picasso, Modigliani, Cézanne … Ein verirrter Besucher wäre überrascht, an den Wänden dieses überschaubaren Museums so viele große Künstler vorzufinden.

Jeden Sommer ergänzt eine Einzelausstellung die ständigen Sammlungen.
In diesem Jahr präsentiert das Museum bis zum 9. Oktober Henri Matisse, einem weiteren Vorreiter aus der Zeit von Jacques Doucet, in der Ausstellung Le Désir de la Ligne. Porträts, Selbstporträts, Akte, Odalisken, Tänzerinnen, ausgeschnittene Gouachen … Die Ausstellung zeigt, wie wichtig und omnipräsent die Zeichnung an sich für diesen großen Koloristen ist.

Le-Cirque.
Wussten Sie schon?

Schon gewusst?

„Du musst immer nach dem Streben der Linie suchen, nach dem Punkt, an dem sie den Raum betreten oder ersterben will.“ Dieses Zitat des Künstlers dient als Leitfaden für die Ausstellung mit etwa einhundert Werken auf Papier.

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Jolies Frimousses im Museum für Kartonage und Druckerei in Valréas

Monumentale Skulpturen in den antiken Stätten von Vaison-la-Romaine

Wer erinnert sich daran, dass Valréas von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre die historische Hauptstadt der französischen Kartonagen war? Als die Zucht von Seidenraupen in der Provence zu einer blühenden Aktivität wurde, entstand in den 1850er Jahren der Bedarf an Verpackungen, die an den heiklen Transport von Maulbeermotteneiern angepasst waren, die aus Asien importiert wurden und lebend ihr Ziel erreichen mussten. Eine geniale runde Kartonschachtel, die für die Luftzufuhr mit Löchern durchbohrt und mit kleinen Füßen ausgestattet ist, wurde von Ferdinand Revoul in Valréas hergestellt. Diese Erfindung wird den Beginn einer lokalen Industrie prägen, die unter Ausnutzung reichlich vorhandener und günstiger weiblicher Arbeitskräfte mehr als ein Jahrhundert lang wunderbare Schachteln unter anderem für Pharmazie, Schmuck, Süßwaren und Parfümerie formt.
Das ist die Geschichte, die das Museum für Kartonage und Druckerei seit 30 Jahren in seinen großen, wunderschön eingerichteten Räumen erzählt. Die Ausstellung Jolies Frimousses beleuchtet die Kunst, Schachteln für Reispulver zu formen, von der Belle Epoque bis in die 1950er Jahre, zu einer Zeit, als die blasse Hautfarbe das Privileg der wohlhabenden Klassen war. Zwischen Industriegeschichte und Erfindung der Verpackung, ein schöner Einblick in das Design von Jugendstil und Art Déco.

Bis zum 30. September 2022

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Die Frauenlandschaft

In der Museumsbibliothek François Pétrarque

Das Universum von Claudine Aspar wird bis zum 30. September in Fontaine de Vaucluse präsentiert. Es ist ein Spiegelbild der poetischen Universen von François Pétrarque und René Char.
Ihre Werke sind von fantastischen Tieren, Gottheiten und weiblichen Darstellungen bevölkert und eine Ode an die geheimnisvolle Natur, die Petrarca einst inspirierte. Claudine Aspar öffnet mit ihren Skulpturen, Collagen und sogar Schmuck über naiv wirkende Linien die Türen zu einer imaginären, halb figurativen, halb narrativen Welt.
Im Erdgeschoss ist ein ganzer Raum keramischen Darstellungen gewidmet, die auch auf die derzeit in der Villa Datris präsentierte Ausstellung verweisen.

Wist u dit?

Schon gewusst?

Claudine Aspar lebt seit fast 20 Jahren im Departement Vaucluse

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