Vom den Krippenfiguren bis zur Krippe, von der nächtlichen Festbeleuchtung bis zu den funkelnden Kinderaugen, vom Markt bis zu den Gourmetgerichten, von den alten Traditionen bis zu modernen Kreationen... Im Vaucluse wird gefeiert...

Lieber Weihnachtsmann…

Erinnerst du dich an Weihnachten, als du Kind warst? Ein Lächeln auf deinen Lippen, Sterne in deinen Augen. Der Zauber von Weihnachten ist immer noch lebendig! Entdecke das Kind in dir wieder und verbringe mit deiner Familie oder deinen Freunden Weihnachten und Neujahr in der Provence.

Krippen und Krippenfiguren

Kein Weihnachten in der Provence ohne die Krippe mit ihren Santons!

Hunderte von Figuren und Tiere werden für diesen Anlass in allen Größen in Szene gesetzt. Sie beschäftigen sich mit ihren täglichen Arbeiten und bewegen sich zum Geburtsort des Jesuskinds.

Olivenhaine und Lavendelfelder, Dorf mit seiner Quelle, aus Bächen trinkende Schafe verkörpern bis in das kleinste Detail das Leben in der Provence, wie es früher war.

Die Szenerie wirkt mehr als echt. Die provenzalische Krippe von Avignon in der Kapelle der Corps Saints ist aufgrund der Größe und der Gestaltung eindrucksvoll. Doch auch die Krippe des Tourismusbüros von Carpentras steht dieser in nichts nach.

In der Kathedrale von Avignon kann man große Krippenfiguren aus Wachs bestaunen und noch viele andere Krippen laden zur Entdeckung ein (siehe Veranstaltungskalender).

Diese kleinen Tonfiguren von unterschiedlicher Größe symbolisieren mit ihrer farbenfrohen Kleidung und ihren Tätigkeiten die mediterrane Kultur und die Provence.

Die als Glücksbringer angesehene Krippenfigur „Lou Ravi“ wird als Erste in die Krippe oder an das Fenster gesetzt. Der „Lou Ravi“ hebt immer vor Begeisterung die Arme zum Himmel und verkörpert Freude und Einfachheit. Die Dorfbewohner folgen ihm bis zum Jesuskind. Seine Begleiter haben alle einen Beruf oder eine Funktion, die auf der provenzalischen Folklore und Tradition gründet. Der „Pistachié“, ein großer Tollpatsch, der einen mit Weizensäcken beladenen Esel antreibt, die Fischhändlerin, die Knechte mit Laternen, der Bäcker und sein Korb mit Fougasses, die Knoblauchverkäuferin ... Das Jesuskind, Maria und Josef empfangen die Besucher. Die Heiligen Drei Könige kommen nach einer langen und gefährlichen Reise am 6. Januar dazu...

In der Vaucluse verfügen mehrere Santonniers (Krippenfiguren-Hersteller) über das Know-how zur Herstellung dieser Krippenfiguren: Sylvie Roverch und Patricia und Pascal Lacour in Bollène, Sophie Auzet in Isle sur la Sorgue, Pascale Mestre in St Saturnin les Apt, Mr und Mme Lambert in Carpentras, Mme De Oliveira in Jonquerettes, Catherine Vandevyvere - «Brin d'Argile» in Pernes les Fontaines, Véronique Dornier in Brantes, Magali Mille-Montagard in Saumane en Vaucluse, Muriel Jermer in Grillon, Cécile Clémente in Monteux, Béatrice Marguerat und Daniel Galli in Le Beaucet, Denis Vœux in Séguret.

Das Licht, Quelle des Lebens und der Freude

In den strohgedeckten Häusern der Provence wurde einst ein religiöser und zugleich heidnischer Brauch gepflegt: der Cacho-fio. Heiligabend legten der/die Jüngste und der/die Älteste der Familie gemeinsam ein großes Holzscheit eines Obstbaums (Kirsch-, Oliven oder Birnenbaum) in den Kamin. In Anspielung auf die Dreifaltigkeit gingen sie dreimal um den Tisch mit drei Tischdecken. Nach Trankopfer und Gebet sollte dieses Holzscheit das Haus während drei Tagen heizen und erhellen. Das Licht lässt die Städte und Dörfer während der Feste der Weihnachtszeit in der Provence erstrahlen. Die Straßen werden von fantastischen, leuchtenden Gestalten mit Leben erfüllt. Bunte Girlanden schmücken die Straßen und Bäume. Hinter diesen Dekorationen, die unser Heime und unsere Städte zum Leuchten bringen, steht ein Unternehmen, das für seine Kreationen weltweit bekannt ist: die Société Blachère in Apt im Luberon.

Die 13 Desserts

Die meistverbreitete Tradition in den Häusern der Provence

Verschiedene Süßigkeiten, die das Abendmahl symbolisieren, schließen das Essen an Heiligabend ab: weißer und schwarzer Nougat, Fougasse (auch Pompe à Huile genannt), kandierte Früchte, Datteln, Mandarinen, die Quatre mendiants (Walnüsse, Mandeln, Trockenfeigen und Haselnüsse, welche die vier wichtigsten religiösen Orden darstellen), Rosinen, Äpfel, Backpflaumen.

Dann ist es Zeit zur Christmette zu gehen. Bevor man das Haus verlässt will es die Tradition, dass man die 4 Ecken der Tischdecken hochschlägt, damit keine bösen Geister den Tisch beschmutzen können.

Der schwarze Nougat ist ein Muss auf dem Tisch der 13 Desserts. Wenn Sie in den hausgemachten Nougatriegel beißen, erwarten Sie köstliches Honigaroma und knackige Mandeln - eine unwiderstehliche Köstlichkeit!

Hier ein leichtes Rezept für schwarzen Nougat.
Für 6 Personen: 250 g Mandeln, 250 g Honig, 2 rechteckige Oblaten
- In eine rechteckige Form (0,5 l) eine Oblate geben.
- Mandeln 5 min bei 220 °C im Ofen trocknen und erhitzen, ohne sie zu rösten.
- Honig unter Rühren mit einem Holzlöffel zum Kochen bringen. Alle Mandeln in den kochenden Honig geben und unter Rühren garen, bis der Honig eine braune Farbe annimmt und die Mandeln durch die Hitze des Honigs krachen.
- Vom Herd nehmen und die Masse vorsichtig in die Form geben. Die Mandeln mit der Rückseite eines Löffels gut festdrücken.
- Das Nougat mit ein oder 2 Oblaten bedecken und unter einem Gewicht trocknen lassen.

Festtagskleidung!

Während der Weihnachtszeit erscheint alles schöner und fröhlicher. Die Schaufenster der Geschäfte werden mit besonderer Sorgfalt gestaltet. Weihnachtsdekorationen ziehen die entzückten Blicke der Kinder an. Es ist Zeit, einkaufen zu gehen, um das ideale Geschenk, gute Produkte zum Verwöhnen der Gäste, neuen Tisch- und Weihnachtsbaumschmuck und gemäß der Tradition eine neue Krippenfigur für die Krippe zu finden.