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Vaison la Romaine © Hocquel

Trügerische Provence von Pierre Lagrange

In seinem neuen Krimi “Trügerische Provence” lässt Pierre Lagrange die Handlung in unserer wunderschönen Region spielen. Er ist am  27.04.2022 erschienen. Der Autor verbrachte einen Teil seiner Kindheit im Vaucluse – eine gute Gelegenheit, seine Eindrücke und besten Tipps mit uns zu teilen!

Zusammenfassung des Buchs

Ein trügerischer Festspiel-Sommer in der Provence – der siebte Band der Provence-Krimi-Reihe von Bestseller-Autor Pierre Lagrange

Mitten in der Konzertsaison in der Provence verschwinden plötzlich namhafte Musikerinnen. Die Ermittlungskommission unter Leitung von Caterine Castel und Alain Theroux tappt im Dunkeln. Es gibt keine Hinweise oder Forderungen im Zusammenhang mit der Entführung. Obwohl Ex-Commissaire Albin Leclerc mitten in den eigenen Hochzeitsvorbereitungen steckt, kann er es mal wieder nicht lassen: zusammen mit seinem Mops Tyson nimmt er die Spur auf. Als es zu einer weiteren Entführung kommt, und auch die kostbaren Instrumente verschwinden, stellt sich für ihn die Frage, ob in der Provence ein Wahnsinniger unterwegs ist. Die Ermittlungen bringen Albin Leclerc in allergrößte Gefahr …

Wussten Sie schon?

Wussten Sie schon?

Pierre Lagrange hat bereits mehrere Bücher geschrieben, deren Handlung im Vaucluse spielt.

Trügerische Provence

Pierre Lagrange erzählt uns seine Provence…

Haben Sie selber eine Zeitlang im Vaucluse gelebt und die Gegend erkundet?
Meine Mutter und ihr Mann haben über viele Jahre ein kleines Hotel mit Restaurant in St. Didier bei Carpentras geführt, später nur noch das Hotel. Es hieß “La Serignane” und war früher einmal eine Seidenspinnerei. In der Folge bin ich dort häufig für mehrere Wochen in den Ferien gewesen und habe natürlich Land und Leute sehr gut kennen gelernt – ich bilde mir ein: auf eine andere Art und Weise als in einem regulären Urlaub. Denn natürlich gab es für mich stets viele Insider-Tipps, und ich lernte andere Menschen kennen, die wie meine Eltern – zumindest vorübergehend – im Vaucluse lebten. Ich bin wirklich überall herumgefahren und wurde manchmal auch zur Cave geschickt, um Wein zu holen. Die Gegend habe ich also recht gut erkundet. Gelebt habe ich dort aber nicht, wenngleich es sich manchmal ein wenig so anfühlt.

Warum haben Sie das Vaucluse als Schauplatz für Ihren Roman gewählt?
Einerseits kenne ich die Region ganz gut. Andererseits ist es ein Sehnsuchtsort, an den ich gerne beim Schreiben gedanklich zurück reise. Drittens ist das Vaucluse mit seinen malerisch gelegenen Dörfern eine landschaftlich sehr abwechslungsreiche Gegend, die mit Städten wie Carpentras und Avignon sowie dem Mont Ventoux und dem Luberon voller Geschichte und Geschichten steckt. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken. Wo man nur hinschaut, ist in einem früheren Jahrhundert oder Jahrtausend etwas bedeutsames passiert. Man muss nur nach Venasque – das ist ein wirklich sehr hübscher Ort, und als ich mich einmal für dessen Geschichte interessierte, dachte ich: Meine Güte! Dieses kleine Dörfchen war einmal Bischofssitz? Auch die Albigenserkreuzzüge, die Päpste, die Hugenottenkriege und die Französische Revolution haben dort ihre Spuren hinterlassen. Kurzum bietet das

Haben Sie sich bei den Charakteren des Buchen von den Vaucluser Einheimischen inspirieren lassen?
Mittelbar. Ich habe mir keine konkreten Vorbilder genommen, aber versucht, ein paar der Eigenarten einzuarbeiten. Sie sind sehr stolz, Touristen gegenüber auch manchmal verschlossen. Sie können schroff und knorrig wirken – aber wenn man sie kennen lernt, ändert sich das schnell, dann entdeckt man eine große Gastfreundschaft. Sie stehen vielem gelassen gegenüber und zelebrieren das im Alltag, was wir als Lebenskunst wahrnehmen

Wie würden Sie das Vaucluse in 3 Worten beschreiben?
Heiß, duftend, intensiv.

Welche Orte und Aktivitäten könnten Sie ihren Lesern empfehlen?
Natürlich muss man auf den Ventoux. Viel Spaß macht an einem heißen Tag eine Wanderung durch die Nesque-Schlucht. Unbedingt muss man die Geschäfte der Anitquitätenhändler in L’isles-sur-la-sorgue anschauen, kaufen allerdings lieber auf einem der kleineren Flohmärkte der Gegend, zum Beispiel in Villeneuve-les-Avignon, weil es da günstiger ist. D ie Ockerbrüche in Roussillon, die Quelle in Fontaine-de-Vaucluse und selbstverständlich Avignon sind Pflicht, auch ein Abstecher zum Kloster Senanque – wo es sich lohnt, in der Sommerglut in den Lavendelfeldern zu sitzen und den gregorianischen Gesängen zu lauschen, die der Wind herüberweht.

Auf Spurensuche mit Commissaire Leclerc

Folgen Sie Commissaire Leclerc und seinem Mops Tyson und besuchen Sie die Orte, in denen die Handlung des spannenden Krimis spielt.